Reisetagebuch eines Introvertierten

Vorsicht: Sarkasmus, Übertreibung & Selbstironie

Die Geschichten auf dieser Seite sind inspiriert von wahren Begebenheiten und Geschehnissen auf meinen Reisen, müssen aber nicht zu 100% der Wahrheit entsprechen. 

Es handelt sich um lustige, verstörende, absurde Beobachtungen aus dem Alltag, die aus Spaß an der Freude etwas überzogen,  über- oder untertrieben und abgewandelt sein können. 

Inspiriert von einem kleinen Büchlein mit Reisereportagen von Truman Capote, das mir ein guter Freund zum Abschied vor meiner Reise geschenkt hat, habe ich mit diesem Schreibstil angefangen und es macht mir erstaunlich viel Spaß. 

15/01/2021 – Meine 4 ersten und letzten Tage im Netflix-Kosmos

Ich fühle mich mittlerweile ziemlich heimisch in Alicante auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten noch immer etwas verstören. Das erste sind die ganzen Tretminen auf den Bürgersteigen der Stadt. Ich habe noch nie in einer Stadt gelebt, in der man wirklich akribisch auf jeden Schritt achten muss. Die Hundebesitzer kennen wohl diese kleinen Plastiktüten nicht, mit denen man die kleinen braunen Bomben ihrer Vierbeiner beseitigen kann. Mülleimer gäbe es an jeder Ecke, aber Hundekottütenspender (schönes Wort) habe ich nur ganz wenige gesehen. Sogar in Ländern wie Indien, wo überall Müll rumliegt ist die Gefahr in Hundekot zu treten nicht so

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27/12/2020 – Weihnachten alleine in Spanien

TRIGGERWARNUNG: Se*uelle Belästigung Es ist nicht das erste Mal, dass ich an Weihnachten alleine bin. Nachdem ich mir einmal an einem lange vergangenen Weihnachten sehr viel Mühe gemacht habe und durch halb Deutschland gefahren bin, um alle Teile der Familie zu besuchen und ich durch die Vorkommnisse nur gestresst war, habe ich angefangen, diese Zeit für mich in Ruhe zu nutzen. Und dieses Geschenk der Stille, das ich mir da jährlich mache, ist wirklich der Himmel auf Erden. Also in gewissem Maße feiere ich diese Zeit für mich dann wohl doch. Aber wahre Stille finden ist besonders auf Reisen manchmal

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16/12/2020 – Wie mich eine Ferienwohnung emotional triggerte

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt In meinem Gästehaus passiert gerade einiges. Jede Nacht um 12 Uhr, auf die Minute genau, fängt das Pärchen in dem anderen Zimmer an zu streiten. Erst knallen die Türen, darauf folgt lautes Geschrei, einer von beiden weint lauthals und fleht um irgendwas. Verstehen tue ich nichts, bis auf, dass oft das Wort „Dinero“ fällt – Es geht anscheinend oft um Geld. Manchmal stürmt einer von beiden wutentbrannt nach draußen, und schlägt die Haustür zu, um 10 Minuten später wie verrückt an die Tür zu trommeln und die übertrieben laute Klingel zu betätigen, die den ganzen Hausflur mit

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11/12/2020 – Kleinanzeigendrama in Spanien

Fahrradreisen sind wundervoll. Entspannt entlang der Flüsse Europas radeln und die Seele baumeln lassen. Zug- und Rucksackreisen sind ebenfalls sehr entspannt. Man sitzt gemütlich in den warmen Wagons und lässt die Landschaft am Fenster vorbeiziehen. Zugreisen mit dem Fahrrad, allerdings, sind nicht so romantisch. Seit der Entzündung von meinem Knie bin ich größtenteils mit dem Zug unterwegs und das Fahrrad ist nur mit dabei, als großer, klobiger Ballast. Wenn mich jemand irgendwo abholt, muss es mit einem großen Bus sein. Wenn ich mal wieder die Unterkunft wechsele, müssen alle Taschen sorgfältig organisiert und gepackt werden. Bekomme ich ein Angebot auf

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09/11/2020 – Und wieder der Aussenseiter

Es könnte nicht schöner sein, wenn es nicht schöner sein könnte. Ich wohne seit geraumer Zeit auf einer Farm in der Mitte von Nirgendwo in Spanien. Es handelt sich um ein Permakultur Projekt, dessen Besitzer mich gefragt haben, ob ich hier für einige Zeit aushelfen und dafür kostenlos wohnen will. Es wirkte wie der perfekte Ort, um mich für einige Zeit niederzulassen. Ich versprach mir gleichgesinnte Menschen, die auf Nachhaltigkeit und bewussten Konsum achten. Menschen die es, so wie ich, geil finden sich im Supermarkt herauszufordern mit so wenig Plastik wie möglich nach Hause zu gehen. Menschen, die beim Duschen

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13/10/2020 – Fünf Bänke für Avignon

Ich habe mich entschieden draußen zu Abend zu essen. Irgendwo auf einer Parkbank oder am Flussufer. Je nachdem was ich früher finde. In den Supermärkten in einer französischen Stadt ist es als Vegetarier schwer einen Snack für unterwegs zu finden. Jedes Sandwich heißt „Poulet irgendwas“ und jeder Salat endet mit „de Thon“. Am Ende wird es traditionell französischer Coleslaw nach KFC-Art, eine Landgurke, ein Bio-Vollkorn-Baguette und eine kleine Tüte Chips. Mit meiner Einkaufstasche aus Neuseeland voll mit meinen Leckereien laufe ich los. Mein Plan ist es die Pont d’Avignon zu sehen während ich esse und so schlängle ich mich durch

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