Reisetagebuch eines Introvertierten

Vorsicht: Sarkasmus, Übertreibung & Selbstironie

Die Geschichten auf dieser Seite sind inspiriert von wahren Begebenheiten und Geschehnissen auf meinen Reisen, müssen aber nicht zu 100% der Wahrheit entsprechen. 

Es handelt sich um lustige, verstörende, absurde Beobachtungen aus dem Alltag, die aus Spaß an der Freude etwas überzogen,  über- oder untertrieben und abgewandelt sein können. 

Inspiriert von einem kleinen Büchlein mit Reisereportagen von Truman Capote, das mir ein guter Freund zum Abschied vor meiner Reise geschenkt hat, habe ich mit diesem Schreibstil angefangen und es macht mir erstaunlich viel Spaß. 

11/09/2021 – Mal wieder ein neues Leben

Es ist Samstag der 11te September 2021. Ich sitze in einem Café in Lissabon und reflektiere ein wenig über die letzten Monate. Nach meiner Zeit in Spanien, dem Besuch auf den Azoren und meinem Abstecher in die Welt der Gemüsegärtner in Norddeutschland, bin ich einfach mal 2 Monate quer durch Frankreich und Spanien marschiert und habe dabei mehr als 1100 Kilometer zu Fuß zurück gelegt. So viele Ideen gingen mir durch den Kopf, darüber wie und wo ich weiter leben will. Ein paar Ideen kamen auf und verliefen sich wieder im Sande der Spanischen Nordküste. Und doch zog mich mein

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05/03/2021 – „Einmal ins Ungewisse, bitte“ oder „Man darf ja noch träumen“

(zwei frei erfundene Kurzgeschichten) „Moin, seid ihr Segler?“, sprach ich. Und wusste gar nicht, dass ich mit nur diesen 4 Worten mein gesamtes Leben auf den Kopf stellen würde. Die zwei Pärchen antworteten mit einem breiten Grinsen. „Ja, sind wir. Du auch?“. „Nein, zumindest noch nicht.“ musste ich entgegnen. „In welche Richtung seid ihr unterwegs?“ „Europa, aber wir warten noch auf bessere Bedingungen um weiter zu segeln. Bist du etwa auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit?“ „Vielleicht.“ Sie boten mir einen Stuhl an und ich setze mich mit einem Gefühl, das mir sagte, dass gerade etwas Großartiges passiert. Wir redeten

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14/02/2021 – Eine Woche Transit auf den Azoren

Es ist nun eine Woche her, seit wir unsere Reise nach Flores in den Azoren angetreten haben. 7 verrückte Tage und 5 Flüge kreuz und quer von einer Azoreninsel zur Anderen. Es ist mittlerweile Alltag für uns jeden Morgen die Rucksäcke zu packen und uns erwartungsvoll mit ungefähr 20 weiteren gestrandeten Reisenden und Einheimischen in die Lobby zu setzen, die auf diese mysteriöse Insel wollen. Mittlerweile zweifle ich sogar daran, ob es Flores überhaupt gibt. Es wird gesagt, dass die schlimmen Wetterbedingungen und der starke Wind aus den immer falschen Richtungen die Ursache für unser Feststecken ist, aber wir fantasieren

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15/01/2021 – Meine 4 ersten und letzten Tage im Netflix-Kosmos

Ich fühle mich mittlerweile ziemlich heimisch in Alicante auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten noch immer etwas verstören. Das erste sind die ganzen Tretminen auf den Bürgersteigen der Stadt. Ich habe noch nie in einer Stadt gelebt, in der man wirklich akribisch auf jeden Schritt achten muss. Die Hundebesitzer kennen wohl diese kleinen Plastiktüten nicht, mit denen man die kleinen braunen Bomben ihrer Vierbeiner beseitigen kann. Mülleimer gäbe es an jeder Ecke, aber Hundekottütenspender (schönes Wort) habe ich nur ganz wenige gesehen. Sogar in Ländern wie Indien, wo überall Müll rumliegt ist die Gefahr in Hundekot zu treten nicht so

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27/12/2020 – Weihnachten alleine in Spanien

TRIGGERWARNUNG: Se*uelle Belästigung Es ist nicht das erste Mal, dass ich an Weihnachten alleine bin. Nachdem ich mir einmal an einem lange vergangenen Weihnachten sehr viel Mühe gemacht habe und durch halb Deutschland gefahren bin, um alle Teile der Familie zu besuchen und ich durch die Vorkommnisse nur gestresst war, habe ich angefangen, diese Zeit für mich in Ruhe zu nutzen. Und dieses Geschenk der Stille, das ich mir da jährlich mache, ist wirklich der Himmel auf Erden. Also in gewissem Maße feiere ich diese Zeit für mich dann wohl doch. Aber wahre Stille finden ist besonders auf Reisen manchmal

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16/12/2020 – Wie mich eine Ferienwohnung emotional triggerte

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt In meinem Gästehaus passiert gerade einiges. Jede Nacht um 12 Uhr, auf die Minute genau, fängt das Pärchen in dem anderen Zimmer an zu streiten. Erst knallen die Türen, darauf folgt lautes Geschrei, einer von beiden weint lauthals und fleht um irgendwas. Verstehen tue ich nichts, bis auf, dass oft das Wort „Dinero“ fällt – Es geht anscheinend oft um Geld. Manchmal stürmt einer von beiden wutentbrannt nach draußen, und schlägt die Haustür zu, um 10 Minuten später wie verrückt an die Tür zu trommeln und die übertrieben laute Klingel zu betätigen, die den ganzen Hausflur mit

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