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Sport für Introvertierte, Hochsensible und Einzelgänger

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Leider finden ruhigere Menschen, Introvertierte und Einzelgänger nicht so einfach einen Zugang zu Sport wie hoch extrovertierte und leistungsorientierte junge Menschen. Meine Beobachtung ist, dass es oft mit der einseitigen Präsentation von Sport zu tun hat.

Welche Sportarten werden Kindern in der Schule angeboten? Fußball, Basketball, Völkerball. Laute und schnelle konkurrenzbasierte Teamsportarten. Ich habe erst so spät zu Sport gefunden aber finde heute, dass das so wichtig ist. Auch ein stiller, introvertierter Denker braucht einen gesunden, ausgeglichenen Körper und besonders der People Pleaser braucht vielleicht einen physischen Auslass für innere Wut und Frust.

Aber auch den Eltern muss man hier auf die Finger gucken. Man nehme ein Kind, dass gerne schwimmt, weil es die Schwerelosigkeit und die Ruhe beim Schwimmen so sehr genießt. Und prompt wird das Kind zum Schwimmkurs angemeldet, wo es darum geht gegen andere anzutreten, zu gewinnen und sich in einer fiesen Gruppendynamik zu beweisen. Man wird gedrillt und auf Wettkämpfe vorbereitet mit viel lauter Musik, Trillerpfeifen und Geschreie. An diesem Punkt habe ich bei den meisten Vereinen kapituliert.

Es gibt so schöne Sportarten, die das Ziel haben über sich selbst hinaus zu wachsen und Gruppen in diesen Sportarten auf gegenseitige Unterstützung aufbauen und nicht Konkurrenz.

Mein Lieblingsbeispiel hier ist Klettern und Bouldern. Hier geht es, um die eigenen Fähigkeiten, Fokus und Konzentration und wenn man einer Klettergruppe beitritt, geht es um gegenseitige Unterstützung und nicht Konkurrenz.

Ich habe spät erst wieder zum Schwimmen gefunden und war zeitweise fast täglich in Ruhe meine Bahnen ziehen. Ich habe mir bei den professionellen Schwimmern die Bewegungen abgeguckt und für mich gelernt richtig zu kraulen und Brust zu schwimmen, mit meiner schicken Schwimmbrille. Für mich ist das „Bahnen ziehen“ in einer Schwimmhalle quasi Meditation – wenn mir aber ein Trainer hinterherpfeifen würde und mir sagt, was ich wann zu tun habe, würde ich direkt wieder aufhören.

Auch joggen ist für mich hoch meditativ und eine wundervolle Möglichkeit, um starke Emotionen zu verarbeiten. Lange hatte ich einen Widerstand dagegen – heute muss ich mich nicht mal dazu motivieren. Joggen selbst motiviert mich. Ich liebe es, beim Joggen mal wieder richtig Zeit zum Musik hören zu haben, packe mir eine extra Playlist und laufe mit Euphorie los. Auch im Regen joggen zu gehen ist ein schönes Gefühl von Freiheit. Aber es brauchte mehrere Perspektivwechsel und mehrere Anläufe im Abstand von Jahren, um die Motivation zu finden.

Meine Beziehung zu Fitnessstudios haben den gleichen Prozess hinter sich. Als Teenager hatte ich Fitnessstudios verteufelt, dachte das ist ein oberflächlicher Schaulauf von oberflächlichen Menschen. Mehrfach musste ich es versuchen, bis ich anfing Spaß zu haben. Erst mit einem Trainings-Buddy, der mir gezeigt hat, wie man die Geräte benutzt, bis jetzt – wo ich, ebenfalls mit meiner Motivationsmusik im Ohr, komplett abschalten kann und fast meditativ und voll fokussiert meine Übungen mache. Die anderen Menschen sind mir egal bzw. motivieren mich. Wenn ich heute an einem Samstagabend anstatt auf einer Party zu sein im Fitnessstudio bin und die anderen Leute sehe, denke ich „Wie cool, wir sind hier zusammen, um uns fit zu halten, anstatt auf Partys rumzuhängen und zu saufen“.  

Dann gibt es noch Tanzkreise, Fitnesskurse, Lauftreffs – es gibt Schwertkampf und Fechtvereine – es gibt so viele Möglichkeiten sich physisch aktiv zu halten abseits der bekannten und gehypten Sportarten. Und dann gibt es noch die weite Welt von Yoga und Meditation.

Über Fabian

bla_klein

Seit 7 Jahren bin ich frei auf diesem Planeten unterwegs, habe unzählige Leben gelebt und in vielen Ländern eine neue Heimat gefunden. Ich erforsche Gefühle, Ängste, Gedanken und Identität in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Normen und Strukturen.

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