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Partner und Freunde finden für Introvertierte und Ü30

Inhaltsverzeichnis

Das ewige Spiel der Liebe. Die ewige Suche nach der richtigen Begleitung fürs Leben. Introvertierten wird oft nachgesagt, dass sie Probleme haben Anschluss zu finden und das schlimme ist, wir glauben das auch noch. Dabei denke ich sogar, dass wir sogar schneller tiefe und qualitative Verbindungen knüpfen können, uns fehlt nur manchmal die Quantität.

Ich habe auf meinen Reisen gemerkt, dass das aber kein Problem der Introvertierten ist. Es ist ein generelles Problem, besonders ab einem gewissen Alter, tiefe Verbindungen zu knüpfen. Denn auch im lauten Getümmel des Nachtlebens und im Kreis von großen Freundschaftsgruppen kann man sich heutzutage schnell einsam fühlen. Ich war schon Teil von diversen Gruppen aber habe gemerkt, dass diese Cliquen mich auf der Suche nach tiefen Verbindungen überhaupt nicht zufrieden stellten. Es gab Gruppierungen, die sich zwar regelmäßig getroffen haben, aber der Austausch so oberflächlich war, dass ich eine Langeweile verspürte, die ich nicht mal spüre, wenn ich allein bin.

Ich sage nicht, dass es in allen Kreisen so zu geht. Ich öffne nur mal wieder die Perspektive, dass dieses Problem nicht nur die Introvertierten betrifft. Die Suche nach tiefen, bedeutungsvollen Verbindungen mit anderen Menschen ist eine Herausforderung für jeden von uns.

Als ich in Neuseeland auf dem Weingut gearbeitet habe, hatte sich ein Kollege mal vertraulich zu mir gewandt und mich gefragt, wie ich denn unterwegs dauernd Frauen kennenlerne, wenn ich nicht Tinder oder ähnliches benutze. Für ihn war es unvorstellbar, wie man mit fremden ins Gespräch kommt. Aber in seinen bekannten Kreisen war er oft abends was trinken und mit seinen meist männlichen Freunden unterwegs. Man hätte wohl gesagt er sei eher extrovertiert. Ich würde fast sagen, die meisten Menschen können heute nicht mehr ohne Dating-Apps neue Bekanntschaften knüpfen und das ist sehr schade. Die anderen Wege erfordern aber oft ein Ausweiten der eigenen Komfortzone und den Sprung über den eigenen Schatten. Und wer will das schon?

Aber wie mache ich das denn?

Die schönste Art Menschen kennen zu lernen ist nach meiner Erfahrung, wenn sich aus einer zufälligen Begegnung irgendwo im Alltag ein schönes Gespräch ergibt und man am Ende sogar Nummern oder Kontaktdaten austauscht. Das Nummern austauschen ist an dieser Stelle gar nicht so wichtig, ist aber schon schön.

Wenn ich in einer neuen Stadt bin, gehe ich sogar oft lieber alleine zu den kleinen Konzerten des lokalen Kulturvereines, weil ich dann motivierter bin fremde anzusprechen. In Melbourne waren meine drei besten Freunde zufällige Begegnungen. Joey kannte ich noch von meiner Reise in Indien, mit Vee saß ich irgendwann zufällig auf einer Parkbank in der Innenstadt und nach einem kurzen Smalltalk sind wir zusammen Mittagessen gegangen und meine wichtigste Begegnung war Katharine, die bei einem Konzert in Melbourne ebenfalls allein saß und wir nach dem Konzert und interessanten Gesprächen Nummern austauschten.

Tipp 1: Um wieder zu lernen, tiefe Verbindungen aufzubauen, höre auf nur nach Partnern zu suchen. Wenn du nur mit Menschen deines präferierten Geschlechts sprichst mit der Absicht eine sexuelle Beziehung daraus werden zu lassen, engst du deine Erfahrung als Mensch ziemlich ein.

Der Twist an der Sache: Menschen kennen andere Menschen. Lernst du eine neue Person kennen, stellt sie dich vielleicht weiteren vor und plötzlich hat man nicht nur eine temporäre Beziehung, sondern wirkliche neue Freunde.

Tipp 2: Höre generell auf nach Partnern zu suchen. Es wird heutzutage als normal angesehen, sich ins Nachtleben zu stürzen, um nach neuen intimen Bekanntschaften zu suchen. Und diese sollen am besten auch noch ähnliche Interessen und Vorlieben haben.

Man geht also irgendwohin, wo man eigentlich gar nicht sein will, um Leute zu treffen, die dort auch nicht sein wollen und hofft, dass man zufällig Leute trifft, die sich gerne an ähnlichen Orten aufhalten wie man selbst, die aber nichts mit dem Ort zu tun haben, wo man sich aufhält? Warum geht man nicht einfach dahin, wo man sich gerne aufhält, und geht den Hobbies nach, die man gerne ausübt, um Leute zu treffen, die dort auch gerne die gleichen Tätigkeiten ausüben?

Wenn das einzige Hobby es ist sich ins Nachtleben zu stürzen, um Partner mit gleichen Hobbies zu finden, findet man sich nach erfolgreicher Suche in der misslichen Lage, dass man keine Hobbies mehr hat. Das Ziel ist erreicht: Wir können bis an das Ende unserer Tage zusammen Netflix gucken und über die Partys unserer Jugend berichten. Hurra!

Nimm dir eine Auszeit und finde heraus, was du gerne tust! Du wolltest immer schon neue Sportarten ausprobieren? Buche ein Surfcamp in Portugal oder Kletterkurs in deiner lokalen Kletterhalle. Du bist eine totale Bücherratte? Melde dich bei einem lokalen Buchclub an. Du lebst gerne in Fantasywelten? Melde dich für die nächsten Comic Cons, Brettspielabende oder LARPs an. Du machst gerne Städtetrips? Buche Gruppenreisen oder ein Hostel, das Aktivitäten anbietet wie gemeinsame Stadtrundgänge oder Pubcrawls. Du gehst gerne Wandern? Tritt dem DAV bei oder suche Wandertreffs in Facebookgruppen und Foren.

Kurz: Tue Dinge, die du gerne tust, neben Leuten, die das gleiche gerne tun, und du lernst Gleichgesinnte kennen.

Natürlich funktionieren auch Datingbörsen im Internet. Aber ich mag die organische Vergrößerung des Bekanntenkreises ohne Agenda und starre Absichten.

Plattformen für nachhaltige Bekanntschaften:

https://workaway.info – Auch wenn es auf der Plattform eigentlich um Freiwilligenarbeit im Sinne von “Urlaub gegen Hand” geht, kann man auch nach “Workawayern” im Umkreis suchen. Wenn man sich mit interessanten Charakteren und Reisenden aus aller Welt verbinden will, ist das eine super Anlaufstelle.
https://meetup.com – Ich benutze es nicht wirklich viel, aber auf Meetup.com gibt es quasi für jedes Interessengebiet Gruppen und Events.
https://facebook.com – Die Gruppen und der Veranstaltungskalender von Facebook sind für mich immer wieder Anlaufstelle, um interessante Aktivitäten zu finden. Wenn ich eine neue Stadt besuche, trete ich erstmal Gruppen bei wie “Digitale Nomaden Lissabon”, “Vegetarier in Berlin”, “Poetry Slams in München” oder “Internationale Expats in Melbourne”.
https://www.epicllama.com/fuckthesmaltalk

Über Fabian

bla_klein

Seit 7 Jahren bin ich frei auf diesem Planeten unterwegs, habe unzählige Leben gelebt und in vielen Ländern eine neue Heimat gefunden. Ich erforsche Gefühle, Ängste, Gedanken und Identität in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Normen und Strukturen.

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